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Kultur: Waffenmuseum: Görlitzer Ehepaar 500.000. Besucher seit 2008

Ein älteres Ehepaar aus Görlitz ist am Donnerstag als 500.000. Besucher seit der Neueröffnung im Juni 2008 im Waffenmuseum in Suhl empfangen worden. Das Ehepaar, das in Thüringen Urlaub macht, sei vollkommen überrascht gewesen, als es mit Blumen begrüßt wurde und bei freiem Eintritt eine Sonderführung von Museumschef Peter Arfmann erhielt, sagte Ingrid Pabst, Sprecherin der Stadt Suhl.Ein älteres Ehepaar aus Görlitz ist am Donnerstag als 500.000. Besucher seit der Neueröffnung im Juni 2008 im Waffenmuseum in Suhl empfangen worden. Das Ehepaar, das in Thüringen Urlaub macht, sei vollkommen überrascht gewesen, als es mit Blumen begrüßt wurde und bei freiem Eintritt eine Sonderführung von Museumschef Peter Arfmann erhielt, sagte Ingrid Pabst, Sprecherin der Stadt Suhl.Das Museum war vor 14 Jahren nach zweijähriger Umbauzeit wieder eröffnet worden. Auf 1100 Quadratmetern Fläche auf drei Etagen zeigt es die Geschichte Suhls als Waffenstadt. Im Mittelpunkt steht die Handwaffenherstellung seit dem Jahr 1500. Insgesamt sind in dem Museum mehr als 460 Waffen und zahlreiche andere Exponate zu sehen.In Suhl wurden unter anderem prunkvoll verzierte Luxuswaffen für die Jagd gefertigt, die von Adelshäusern bestellt wurden. Die Suhler Meister waren aufgrund ihrer Kunst an der Waffe berühmt. «Prächtig gravierte, mit Gold- und Edelsteineinlagen gestaltete Gewehre gelangten in die Schatzkammern zahlreicher Königshäuser, zum Beispiel nach London und Dresden», hieß es.Ab 1800 führte die zunehmende Industrialisierung von der handwerklichen zur fabrikmäßigen Produktion von Militärwaffen. Zu DDR-Zeiten wurden weiter Jagdwaffen, und auch Komponenten für die ostdeutsche Variante des Kalaschnikow-Sturmgewehrs, die Wieger, gebaut. Noch heute sind Büchsenmacher in Suhl ansässig, die hauptsächlich Jagd- und Sportwaffen sowie Waffen für Polizei und Militär entwickeln und fertigen.

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